Ungarn II: Budapest

08.-11.05.2016

Heute mal ein Reisebericht ganz ohne Etappen oder Kilometerstatistik, dafür gibt es ein paar Essensfotos 🙂 Für uns war es im Vorfeld der Reise immer spannend: Was essen die Leute auf Tour? Was gibt die lokale Küche ohne Fleesch her und vorallem: Wie ist das Bier? Für Ungarn gilt: die Supermärkte sind prall gefüllt mit allem, was das Radlerherz bergehrt: Fertigessen, Zuckerwasser usw. Mit-ohne- Fleesch ist auch kein Problem und das Bier ist super und günstig, neben den ungarischen Craftbeerspezialitäten vor allem das Radler (das hier auch so heißt), Daniels Lieblingsvariante ist Limette-Guave, wie geil!! Da in Ungarn im Straßenverkehr striktes Alkoholverbot gilt, gibt es überall alkoholfreies Bier und alkoholfreies Radler. Das ist gekühlt, genau das Richtige bei gefühlt hochsommerlichen Temperaturen (das Thermometer ist schon im oberen 20er Bereich). Unbedingt probieren wollten wir Langos (gibts zwar auch in PDM auf dem Weihnachtsmarkt, aber nicht so lecker), in halb Ungarn war aber keiner aufzutreiben. Erlösung gab es erst kurz vor Budapest, direkt am Donauradweg, bei Volksfeststimmung. Da es Sonntag war und die Sonne schien, kam das ganze hippe Budapest an die Donau, eine Szenerie wie beim Mauerpark, nur ohne Tourischte, dafür mit uns 😉

Nach diesem Spektakel fahren wir die Donau entlang in die Stadt, bis wir das neogotische Parlamentsgebäude erblicken, was wirklich schön ist, keine Frage. Dass es zu diesem Zeitpunkt ein wahrer Augenöffner für uns war, lag an zwei Gründen, zum Einen waren wir vorher drei Tage in der sehr ländlichen ungarischen Tiefebene unterwegs und haben schon länger keine größere Stadt mehr gesehen und zum Zweiten markiert das Gebäude einen Wendepunkt auf unsere Reise. In vielen Büchern und Reiseblogs, die uns die letzten Jahre inspiriert haben, gab es meist ein Foto mit vollgepackten Rädern vor dem Parlamentsgebäude. Uns war klar, wenn wir jemals an ebendieser Mauer stehen, haben wir alle Widrigkeiten überwunden und sind wirklich unterwegs. Jetzt haben wir endlich auch ein solches Foto (das zwei Schotten für uns geschossen haben, beide leicht angetrunken, über die Engländer schimpfend und super sympatisch 😉

Budapest erinnert uns öfters an London (überall Tesco-Läden, die zweitälteste U-Bahn nach der britischen Hauptstadt – sieht auch genauso aus), manchmal an Paris und was das Ausgehen angeht, auch an Berlin – also alles wie in jeder Hauptstadt, nur mit dem gewissen Etwas. Zu diesem Etwas trägt auch das sichtbare jüdische Leben bei, in Budapest steht die größte Synagoge in Europa und da wir Picasso schon in Wien hatten (der beherrscht hier gerade die Galerien), ging es heute ins ehemals jüdische Viertel.

Jetzt steht auf der touristischen To-Do-Liste nur noch einen Cosmo zu trinken 😉 Morgen wird die Route geplant und die Räder gewartet, bevor es weiter geht Richtung Kroatien / Serbien.

Bis denne,

Toni + Daniel

 

 

2 Responses to “Ungarn II: Budapest

  • Torsten Skalski
    3 Jahren ago

    Wünsche euch einfach nur geile Meilen und freu mich auf weitere Erlebnisberichte von euch 🙂

    • Daniel & Toni
      3 Jahren ago

      Danke für die netten Worte, im Moment läuft das Radeln ziemlich gut. Wir haben gestern entschieden noch nen Tag in Budapest zu bleiben, die Stadt ist einfach großartig. Schön, dass jemand die Berichte liest 😉

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