Georgien I: Batumi

09.07-10.07.2016

After crossing the Georgian border in heavy rain we finally arrived in Batumi! It was so wet, our front panniers got nearly flooded because the puddles were so deep. But our guesthouse is an oasis with palm trees in the garden and enough space to do some bike maintenance. With the sunlight of the new day, Batumi showed us its nice face which is quite different from Turkey. You see a lot of churches again, on the beach there are lots of women wearing bikinis (or even less), people drink Chacha in the streets (which is the local Schnaps). The traffic is worse than in Turkey, there is not even much space for us on the roads, so we are a little bit nervous about leaving Batumi. But we try to make the best out of our two rest days in town – we have some passport photos taken for our visa in Tbilisi, read a lot and prepare a sheet of paper with our story in Georgian. This language is really hard for us because it uses a different alphabet, cyrillic was way easier to learn. It would have been helpful if we had learned some Russian before cause there seem to be more people understanding Russian than English. That’s it for now, tomorrow we will leave for Tbilisi!


 

Nachdem die Einfahrt nach Batumi und der Grenzübergang ziemlich ins Wasser fiel war unsere Begeisterung für Georgien erstmal eher gedämpft. Sintflutartiger Regen, die ganze letzte Etappe über, neben der Straße werden die kleinen Bäche zu Wasserfällen, viele Straßen in Georgien sind gesperrt – es herrscht Ausnahmezustand (Deshalb gibts es auch keine Bilder von der ersten richtig großen Grenzüberquerung). Die Vorderradtaschen tauchen bis zur Hälfte in Pfützen unter, wir haben Wasser in den Ohren von überholenden Autos, die uns mit vollem Tempo vollspritzen. Der Verkehr war sehr anstrengend, wir hatten ihn uns aber noch schlimmer vorgestellt. Viele Autos haben das Lenkrad auf der rechten Seite (die meisten sind importiert, wie in diesem Fall aus UK, es gibt auch sehr viele ehemals deutsche Lieferwagen), diese Anordnung ist dem Überblick nicht grade förderlich – wahrscheinlich fehlen einem Großteil der Autos deshalb auch schon Teile der Karosserie 😉 Unsere Unterkunft, ein Guesthouse mit Garten, ist eine Oase nach dieser stressigen Einfahrt, die Gegend allerdings eher zwielichtig, zumindest bis zum nächsten Tag. Mit Sonnenlicht und ohne Sintflut sieht alles schon sehr viel netter aus.

Unsere Hood:

Batumi, das Las Vegas des schwarzen Meeres. Amerikanische Hotelketten locken mit Casinos und Luxus, Nachtclubs und Bars mit günstigem Alkohol. Nach einem Monat in der Türkei und Ramadan eine willkommene Abwechslung, ohne schlechtes Gewissen zu schlemmen und dabei ein Bier zu genießen. Es gibt sogar ein ausgesprochen großes Angebot an vegetarischen Gerichten. Hilfreich wäre es jetzt Russisch zu sprechen, so wie die meisten Touristen hier. Trotzdem vermissen wir schon die Türkei und ihre zivilisierten Menschen, hier herrscht das Chaos 😉 In Georgien sind wir wieder in einem christlich geprägten Land, es fällt auf, dass sich die Menschen oft bekreuzigen, wenn sie eine Kirche sehen und im Gegensatz zur islamisch geprägten Türkei gehören auch betrunkene Männergrüppchen wieder zum Straßenbild (Kippen kosten hier btw. nur 1-2€ die Schachtel). Was uns auch auffällt sind die Steuermarken, die auf importierten Getränken wie Red Bull kleben, man versucht der früher verbreiteten Korruption mit Überkorrektheit entgegenzutreten, selbst für den Besuch einer öffentlichen Toilette erhält man eine Quittung.

Wir nutzen unseren Pausetag und lassen Passfotos für die kommenden Visa anfertigen, überholen unsere Räder und arbeiten an der Übersetzung unserer Geschichte ins Georgische. Wir haben immer einen Zettel in unserer Lenkertasche mit dem Woher, Wohin usw. in der jeweiligen Landessprache (die uns in Georgien vor allem wegen der Schrift wieder schwer fällt – hier gibt es wieder ein neues Alphabet und es ist nicht so leicht wie kyrillisch zu lernen).

 

Soweit unser erster Eindruck von Georgien (Gürcistan im Türkischen und Sakartvelo in der Landessprache).

Macht was draus,

Liebe Grüße von Toni und Daniel, die ihre Uhren wieder eine Stunde weiter stellen mussten.

2 Responses to “Georgien I: Batumi

  • Viel Spass auf dem Weg nach Tbilisi. Bin am 15.7 auch wieder dort. Rohloff ist repariert, russ. Visum besorgt und eine neue Felge ist auch im Gepäck.
    Man sieht bzw. trifft sich

    • Daniel & Toni
      3 Jahren ago

      Dann sollten wir auch da sein. Wenn du Lust hast können wir uns auf nen Bierchen treffen.

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