Vietnam III: They’re sending me to Vietnam, Jenny!

05.01. – 16.01.2016

Mein Knöchel zwingt uns, ein paar Tage länger in Hanoi zu bleiben als eigentlich geplant war. Sowas fällt uns immer schwer, es gibt aber deutlich schlechtere Plätze, um die Füße hochzulegen, als die schöne vietnamesische Hauptstadt. Der Knöchel ist ziemlich angeschwollen und wir verordnen uns strikte Ruhe, die nur vom kurzen Weg zu unserem Lieblings-Banh My-Laden unterbrochen wird. Banh Mys sind belegte Baguettes, wir finden einen Laden in unmittelbarer Umgebung, der sogar IPA serviert – es geht wirklich deutlich schlechter. Wir verlassen Hanoi mit noch nicht ganz verheiltem Knöchel, Radfahren geht aber wieder problemlos – nur das Gepäck zum Zimmer schleppen nervt uns, unser Raum ist regelmäßig im 5. Stock. Unterkünfte in akzeptabler Preisklasse zu finden, ist nach wie vor gar kein Problem, wir können die Fahrt genießen ohne zu planen, belassen es am Anfang aber bei kurzen Etappen um den Fuß nicht zu überanspruchen. Viele Hotels berechnen den Preis nach Stunden, das macht unser frühes Einchecken minimal teurer.

Von Hanoi folgen wir einem angenehmen Track Richtung Meer, kleine Fähren sorgen für Abwechslung, genau wie wir für die anderen Fahrgäste – unsere Räder werden genau gemustert, wir kommen ins Gespäch und zeigen Fotos, endlich Gelegenheit, etwas mehr mit Land und Leuten in Kontakt zu kommen.

Am Horizont erscheinen nach zwei Tagen die typischen Felsen und Hügel der Halong Bay und unsere Vorfreude steigt. Wir nehmen die günstige Verkehrsfähre von Halong City auf die Insel Cat Ba und bekommen dadurch eine Halong Bay-Rundfahrt inklusive. Das Schiff steuert zwischen den berühmten Felsen durch die Bucht und bringt uns weit weg vom stressigen Festlandverkehr.

Mit der Fähre kommen wir im Norden der Insel an und müssen in die einzige Stadt am Südende. Die Fahrt über Cat Ba Island, die größte Insel in der Bucht und unser Etappenziel, ist kurz aber großartig. Eine himmlische Ruhe, die uns nach dem Großstadtgewusel in Hanoi umso mehr auffällt und die wir umso mehr genießen. Am Abend treffen wir uns erneut mit Sophia und Helmut und stoßen auf das Erreichen des Pazifischen Ozeans an, für uns ein guter Grund zu feiern. Die beiden sind auf der Insel, um zu arbeiten – davon werden wir sie für drei Tage abhalten 😉 Wir geniessen es, uns abends zu treffen und für ein paar Tage mit den gleichen Leuten am gleichen Ort zu sein. Der Knöchel zwingt uns, es ruhig angehen zu lassen, so verbringen wir die meiste Zeit auf der Dachterrasse, lesen und unterhalten uns. Am letzten Tag stößt noch Patrick dazu, den wir im chinesischen Turpan getroffen haben – er ist mittlerweile aufs Moped umgestiegen, zusammen stoßen wir in großer Runde an. Gut erholt geht es dann Richtung Süden nach Ninh Binh.

Die Fahrt wird regnerisch und führt uns durch Industriegebiete, wir finden unseren Rhythmus wieder und kommen gut voran. Für die nächsten Tage haben wir einen Besuch geplant, von dem wir im nächsten Bericht erzählen werden.

Bis dahin,

Macht was draus,

T+D

 

Etappen:

Hanoi – Hai Duong: 72 km

Hai Duong – Haiphong: 48 km

Haiphong – Cat Ba: 80 km

3 Pausetage

Cat Ba – Halong City: 38 km (Die Fähre fährt anders, als von uns recherchiert, wir müssen 2h warten. Am besten fragt man gleich bei Ankunft.)

Halong City – Dong Hung: 110 km

Dong Hung – Bim Son: 100 km

 

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