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England I: Es sind die kleinen Unterschiede

22.08. – 26.08.2017

Anstelle der Referenz zu Vincent Vega, dem großen amerikanischen Philosophen, hätte der Beitrag auch heißen können: Bier und Frühstück. Denn das ist, was uns die ersten Tage zurück in der alten Welt erwartet. Der günstige Flug ist erträglich und unsere Räder kommen ohne größere Blessuren in London an. Der Checkaufkleber der US-Zollbehörde bleibt als Souvenir an meinem Rad kleben. Raus aus dem Flughafen und rein in den Pub: Full English Breakfast, here we go. Hier geht um 10 Uhr morgens auch so manches Bier schon über die Theke. Eine lange Etappe machen wir heute eh nicht, in Crawley, dem Geburtsort von The Cure Frontman Robert Smith besuchen wir einen netten Campingplatz.

Unser nächstes Ziel: Brighton. Für mich gute Erinnerungen an Jugendreisen, für Toni steht der mondäne Strandort seit Quadrophenia auf der To-do-Liste. Einige ältere Semester sitzen tatsächlich auf ihren auffälligen Mopeds mit 100 Rückspiegeln und ziehen ihren Parka zurecht – endlich wieder in Europa. Zufällig fahren wir am ehemaligen Büro unserer neuseeländischen Gastgeber vorbei. Die Welt ist klein.

Ziemlich gejetlagged lassen wir es entspannt angehen, nehmen uns ein Hostelzimmer und gehen in den Pub: Abendbrot. Danach Knutschen am Strand wie die Mods.

Nach einem weiteren großen Frühstück gehts über schmale englische Landstraßen durch pittoreske Landschaften. Unterwegs halten wir ab und zu an, um uns an den frischen Brombeeren zu bedienen, die hier überall wachsen.

Wir folgen einer Radroute über eine katastrophale Verkehrsführung, erst an der Küste wird es besser. Dort treffen wir einen jungen Deutschen aus Potsdam auf seiner ersten Radreise, der Kreis schließt sich 😉

Unser nächstes Ziel: die Fähre nach Frankreich.

Mit einem unserer früheren Lieblingsreiseländern und einer unserer Lieblingsstädte haben wir mit England, resp. London einen guten Startpunkt für den Epilog unserer Reise gefunden. Trotz, bzw. wegen der Ähnlichkeiten zwischen UK und den USA kommen wir schön langsam in Europa an, alles ist unfassbar klein und es gibt keinen unverstellten Blick zum Horizont mehr. Ein letztes Frühstück und dann ab auf die Fähre.

In diesem Sinne: macht was draus.

Etappen:

London – Crawley: 38 km

Crawley – Brighton: 22 km

Brighton – Normanbay: 63 km

Normanbay – Folkestone: 95 km

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