Frankreich I: Bienvenue chez les Ch’tis

26.08. – 27.08.2017

Wir hatten tatsächlich nur einen Tag in Frankreich, immerhin wurden wir gleich Zeuge einer Kneipenschlägerei (es ging um Käse 😉 ) – zu erzählen gibt es trotzdem nicht allzu viel. Wir wollen Frankreich aber auch nicht unter den Tisch fallen lassen.

Während der Überfahrt machen wir ein Nickerchen und wachen erst 2 Min vor Ankunft wieder auf. Wir haben vergessen, wo unsere Räder stehen und müssen verschiedene Decks abklappern. In der buchstäblich letzten Minute rollen wir durch das sich schließende Tor. So viel unnötiger Stress! Wir sind immer noch gejetlaggt und völlig gelangweilt, die letzten Tage waren einfach ein Overkill an Eindrücken. Uns wird erneut bewusst, wie fertig wir sind und wie sehr wir eine Pause brauchen bzw. ankommen wollen.

Von NYC nach Europa in einen Wimpernschlag war einfach zu viel. Es hat alles so gut geklappt, dass wir es kaum glauben, wir sind aber auch kaum noch aufnahmebereit. Zum Glück sind wir in Europa und wir müssen nicht mit einem genervten Grenzbeamten über unsere Einreise verhandeln – dazu wären wir im Moment auch gar nicht in der Lage.

Wirklich „landen“ werden wir erst in Belgien und das auch nur dank unserer Warmshowers Gastgeber.

Ganz so schlecht wie sich das hier anhört, war es dann aber auch nicht. Noch braungebrannt von der Sonne Kaliforniens, bärtig und mit 29000 km unter dem Gürtel, übers Meer zu kommen, nachdem wir 1,5 Jahre nicht in Europa waren – das war schon episch cool.

Das Essen in Frankreich ist natürlich super, aber auch deutlich teurer als zuvor. Mit den bunten Euronoten zu bezahlen, ist unwirklich für uns.

Wir gönnen uns einen Campingplatz am Strand. Natürlich spricht niemand Englisch. Unser Schulfranzösisch ist zwar etwas eingestaubt, reicht aber und die Situation erinnert uns an ferne Länder und die schwierige Kommunikation der letzten Monate. Abends bestellen wir Fritten und Bier in der Campingplatzkneipe. Irgendjemand nimmt Käse(!) aus dem Kühler, der ihm nicht gehört und provoziert ein paar lautstarke Handgreiflichkeiten (ohne Scheiß). Ein würdiger Abschluss für unseren Transit durch die Grande Nation.

In diesem Sinne, macht was draus.

Wir sehen uns in der Heimat des Radsport und des Bieres: Belgien.

Folkestone (UK) – Marck: 39 km

Marck – Oostende (B): 88 km

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